Die „Ozon-Allergie“: Was ist das?

Der Allergieexperte Prof. Harald Renz von der Uniklinik Marburg weist bei einer Pressekonferenz auf die Ergebnisse seiner Langzeit-studie hin. Ozon fördert demnach die Entwicklung von Allergien und Asthma auch bei bisher stoffwech-selgesunden Patienten. Auch „Kerngesunde“ leiden Hohe, dauernde Ozoneinflüsse z. B. bei längeren Wärmeperioden belasten das Immunsystem bei „kerngesunden“ Personen.

Ozoneinfluss legt bei dieser Gruppe ebenfalls eine Prädisposition in Richtung Allergie fest. Bislang ging man davon aus, dass besonders Kinder, Allergiker, Lungen-, Asthmakranke und ältere Menschen zu den besonders gefährdeten Personengruppen gehören. Deshalb muss das Immunsystem zusätzlich durch Immunmaßnahmen gestärkt werden.

Mehr Abwehr aus süßem Wasser

Süßwasseralgen steigern essentiell die Abwehrkraft des Immunsystems. Die Mikroalge Chlorella pyrenoidosa enthält viele wichtige Vitamine und Spurenelemente, die nach dem Ernährungsbericht in Deutschland eindeutig zu wenig mit der Nahrung aufgenommen werden, wie z. B. Vitamin A, Vitamin B12, Eisen und Zink.

Ballast contra Schadstoff-Last

Die Süßwasseralge C. pyrenoidosa ist bisher vor allem für ihren hohen Vitamin- und Mineralstoff-gehalt und ihre Schadstoff-ausleitenden (entgiftenden) Eigenschaften bekannt. Durch ihre dreischichtige Zellwand hat sie einen hohen Ballaststoffgehalt, der allgemein die Ausscheidung über den Darm fördert. Bestimmte Inhaltsstoffe wie Sporopollein und Chlorophyll binden irreversibel Schadstoffe wie Dioxin oder Pestizide.

In vielen Fällen von allergischem Schnupfen, Neurodermitis und Asthma konnte die Langzeiteinnahme von Süßwasseralgen die Symptome lindern. Die antiallergischen Eigenschaften liegen vermutlich an dem Chlorophyll, dass die Aufbereitung/Entstehung allergisch wirkender Bestandteile hemmt. Bisher basiert diese Empfehlung vor allem auf Beobachtung von Allergikern.

Freies Land kann auch belasten

Wer zu Allergien neigt, sollte bei hoher Ozonbelastung den längeren Aufenthalt im Freien meiden. Besonders schlimm ist die Belastung auf dem freien Land, das liegt daran, dass der Abbau anscheinend besser funktioniert, wenn die Luft weitere Schadstoffe enthält (wie in der Stadt). Bäume und Sträucher sind allerdings auch ein guter Ozonfilter. Risikogruppen sollten daher vor allem das „freie Feld“ meiden. Zusätzlich wird eine Algenkur zur Prophylaxe empfohlen. Ideal sind zweimal täglich drei bis vier Tabletten Chlorella pyrenoidosa (aus der Apotheke) über einen Zeitraum von sechs Wochen bis sechs Monaten.

Falls Allergien gegen das Eiweiß der Algen entstehen, bitte sofort absetzen!